ab EUR 2.895,- p.P. im DZ
1. Tag – DEUTSCHLAND – MEXICO CITY:
Linienflug nach Mexico City mit LUFTHANSA (Details siehe unter "Reisetermine & Preise"). Nach der Ankunft Transfer zum Hotel.
Hotel Marlowe (***), Best Western Majestic (***) o.ä.
2. Tag – MEXICO CITY:
Am Morgen erkunden wir auf einem kleinen Rundgang das Centro Historico. Es wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Hier kann man die Architektur und Kunst Mexikos von den Azteken bis zur Kolonialzeit nachverfolgen. Mittelpunkt der Stadt ist, wie immer in Mexiko, der Zocalo. Er misst hier 240 mal 240 Meter und ist damit einer der größten Plätze der Welt. Wir werfen einen Blick in die Kathedrale und in den Nationalpalast (wenn geöffnet) und sehen (von außen) die Überreste des Templo Mayor aus der alten Azteken-Stadt Tenochtitlan.
Anschließend Weiterfahrt zu dem im Süden der Stadt (etwa 20 km vom Zentrum entfernt) gelegenen Vorort Xochimilco mit seinen berühmten schwimmenden Gärten. Auf bunt geschmückten und bemalten Booten (trajineras) gondeln Sie durch einige der weit verzweigten Kanäle, die insgesamt über 150 Kilometer lang sind und einem Labyrinth gleichen. Nach
Weiter geht es nach San Angel, dem wohl schönsten Stadtteil von Mexico City, mit seinen Künstlern und Kunsthandwerkern, Kolonialhäusern und Blumenhecken. Den Abschluss des Tages bildet der Besuch des Museo Nacional de Antropologia mit dem berühmten Azteken-Kalender.
Hotel Marlowe (***), Best Western Majestic (***) o.ä.
3. Tag – MEXICO CITY (AUSFLUG TEOTIHUACAN, ca. 114 km):
Der Tag beginnt mit der Besichtigung der „Basilika der Jungfrau von Guadalupe“. Sie steht auf einem Berg im nördlich von Mexiko City gelegenen Vorort Villa de Guadalupe und ist das wichtigste Heiligtum Mexikos. Hier auf dem Berg Tepeyac soll im Jahr 1531 dem getauften Azteken Juan Diego die Jungfrau Maria erschienen sein, woraufhin an der Stelle eine Kirche errichtet wurde. Heute ist das Marienheiligtum mit 20 Millionen Pilgern pro Jahr der größte Wallfahrtsort der Erde.
Unser eigentliches Tagesziel sind allerdings die Ruinen von Teotihuacán. Die erste Stadt der „Neuen Welt“ - die Besiedelung begann bereits im 6. Jh. v. Chr. - erlebte ihre Blütezeit zwischen 250 und 700 n. Chr. In der Handelsmetropole lebten seinerzeit bis zu 200.000 Menschen. Aus bis heute ungeklärten Gründen wurde die Stadt um 750 n. Chr. weitgehend verlassen, ihr kultureller Einfluss hielt jedoch weiter an bis zur Eroberung Mexikos durch die Spanier. Die Azteken verehrten Teotihuacán als den Geburtsort ihrer Götter und gaben der Stadt ihren heutigen Namen. Sie besichtigen die beeindruckende Ausgrabungsstätte der Stadtanlage, die seit 1988 zum Weltkulturerbe zählt. Neben der berühmten Sonnenpyramide, die als drittgrößte der Welt gilt und das Zentrum der Stadt bildet, gehören die etwas kleinere Mondpyramide, die „Straße der Toten“ und der Palast Ciduadela (vergleichbar mit der „Verbotenen Stadt“ in Peking) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Am Abend Rückkehr zum Hotel in Mexiko-Stadt.
Hotel Marlowe (***), Best Western Majestic (***) o.ä.
4. Tag – MEXICO CITY – PUEBLA (ca. 123 km):
Am Morgen verlassen wir Mexiko-Stadt in Richtung Süd-Osten. Am Horizont erheben sich die beiden Vulkane Popocatépetl (rauchender Berg, 5.452 m) und Ixtaccihuatl (schlafende Frau, 5.230 m), die mit den einzigen neotropischen Gletschern Nordamerikas beeindrucken. Unser Ziel ist die Region um den Vulkan La Malinche (4.461 m). Von der Ortschaft Malintzi (3.100 m hoch gelegen) aus starten wir die erste Wanderung unserer Reise. Abhängig von Wetterlage und Konstitution der Reisegruppe wählen wir mit unserem lokalen Führer und unserem Reiseleiter die Route aus. Auf der etwa dreistündigen Wanderung überbrücken wir bis zu 350 Höhenmeter. Da die Luft ist in diesen Höhen dünner ist, bewegen wir uns nur langsam vorwärts. Die fast alpinen Züge der höchstgelegenen Pinienwälder der Erde werden Sie ebenso beeindrucken wie die Panorama-Ausblicke auf die Senken von Huamantla und Apizanco. In den weitläufigen Kiefernwäldern können wir Kaninchen, Eichhörnchen und kleine Eidechsen beobachten. Unser lokaler Führer kann unterschiedliche Heilkräuter ausdeuten und steht Ihnen während der Wanderung immer hilfreich zur Seite. Im Anschluss an die Wanderung setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen Puebla, wo wir unser Hotel für eine Nacht beziehen. Bei frühzeitiger Ankunft machen wir gleich einen ersten Rundgang durch das zum Weltkulturerbe ernannte Zentrum der ehemaligen Kolonialstadt.
Hotel Colonial (***+) o.ä.
5. TAG – PUEBLA – OAXACA (ca. 347 km):
Erleben Sie heute die „koloniale Perle“ Puebla. Die Stadt ist geprägt von ihrer Geschichte und der farbenprächtigen Kolonialarchitektur. Berühmt ist sie vor allem durch die Verwendung der sog. Talavera-Kacheln, mit denen viele Häuserfassaden gefliest sind und deren unterschiedliche Designs heute noch begeistern. Das geschäftige Zentrum der Stadt bildet die Plaza de la Constitución. Von Arkaden umgeben und mit seinen hohen Bäumen, Blumenbeeten und Brunnen ist er einer der schönsten Plätze Mexikos. Auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Pueblas liegen nicht weit davon entfernt und sind in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen. Stellvertretend für die 65 Kirchen der Stadt besuchen wir die Kathedrale, deren Bau man bereits 1575 begann. Sie ist die zweitgrößte Mexikos und sehr eindrucksvoll im Stil des mexikanischen Barocks ausgestattet. Bevor wir Puebla verlassen, sollten Sie unbedingt noch eine Spezialität der regionalen Küche getestet haben: die „mole poblano“ – eine mit Gewürzen verfeinerte Schokoladensoße, die um 1680 von einer Nonne in einer Klosterküche erfunden worden sein soll. Die Soße ist im ganzen Land berühmt und das Originalrezept bis heute ein Geheimnis…
Unsere Reise geht weiter Richtung Südosten über die Höhen der Sierra und nach mehrstündiger Fahrt erreichen wir am Nachmittag Oaxaca. Hier werden wir die nächsten Tage verbringen. Bei einem kurzen Rundgang schaffen wir uns einen ersten Überblick, bevor wir den Tag im kolonialen Flair des Hotels ausklingen lassen.
Hotel Casa Conzatti (***) o.ä.
6. Tag – OAXACA (AUSFLUG MONTE ALBÁN):
Bevor Sie die „schönste Stadt in Mexiko“ genauer kennen lernen, besuchen wir ganz früh am Morgen die Ruinen auf dem mächtigen Monte Albán. Sie werden unter den ersten Besuchern sein. Das einstige Kulturzentrum der Zapoteken liegt auf einem künstlich abgeflachten 400m hohen Hügelrücken. Der gewaltige Tempelberg war mehr als 1.000 Jahre besiedelt, bevor er um 900 n. Chr. von den Zapoteken aufgegeben wurde. In seiner Blütezeit (500-800 n. Chr.) sollen hier etwa 50.000 Menschen gelebt haben.
Zurück in Oaxaca begeben wir uns dort auf Besichtigungstour. Als erstes besuchen wir die Kirche Santo Domingo. Die Kirche beeindruckt durch ihre prachtvolle Ausstattung, die eher an einen Palast als an ein Gotteshaus erinnert. Im benachbarten Kloster ist heute das Museo Regional de Oaxaca untergebracht. Glanzpunkt der archäologischen Funde ist der Gold- und Jadeschatz aus dem Grab Nr. 7 von Monte Albán. Wir schlendern durch die wunderschönen, sehr romantisch angelegten Gassen Oaxacas und besuchen den Mercado Juárez. Das bunte Treiben und das vielfältige Angebot auf dem Markt werden auch Sie verzaubern.
Hotel Casa Conzatti (***) o.ä.
7. Tag – OAXACA (AUSFLUG MITLA, ca. 68 km):
Unser Tagesausflug führt uns zunächst in die beschauliche Gemeinde Santa María del Tule. Im Ortszentrum steht neben der kleinen Kirche ein gewaltiger, 2.000 Jahre alter Ahuehuete-Baum, der einen Umfang von mehr als 59 m hat. Ein Geheimtipp ist sicherlich der selbstgemachte Likör der Klosterfrauen.
Weiter geht es zu den Ruinen von Mitla. Architektonisch wenig imposant gehört Mitla wegen seiner kunstvollen Steinornamentik dennoch zu den bekanntesten archäologischen Reisezielen Mexikos. Die Bedeutung des „Ortes der Toten“ ist bis heute nicht geklärt und macht deutlich, wie viel Wissen sich im Dunkel der Geschichte verliert. Nach dem Besuch der Ruinenanlage fahren wir etwa 30 km nach Norden über Tuxtepec in die östliche Sierra Madre im Norden des Bundesstaates Oaxaca. Von La Cumbre aus starten wir zu einer Wanderung durch ein Naturreservat zum Pelado Chiquito. Zunächst geht es auf einem schmalen Pfad durch dichte Kiefern- und Eichenwälder. Neben wilden Lilienarten, Bromelien und vielen unterschiedlichen Kräutern ist hier auch die Heimat der endemischen Vogelarten Pajaro Bandera und Trogon Mexicano. Je mehr wir an Höhe gewinnen, umso mehr lichtet sich der Wald, bis wir schließlich einen freien Blick auf die umliegenden Berggipfel und Täler der Sierra Madre Oriental genießen können. Bei gutem Wetter kann man sogar den Pico de Orizaba sehen, den höchsten Berg Mexikos. Wir überwinden in rund 3 Stunden 500 Höhenmeter und erreichen schließlich den Aussichtspunkt des Pelado Chiquito auf einer Höhe von 3,400 Metern.
Wer nicht so gut zu Fuß ist, fährt von La Cumbre aus noch 3,5 km in das Reservat hinein und beginnt hier eine weniger anstrengende Wanderung zu einem kleinen Ranchhotel. Diese Wanderung geht nur über ca. 400 Höhenmeter und etwa 3 km Länge, führt aber auch durch die Wälder des nördlichen Oaxacas. Schließlich treffen sich beide Gruppen wieder und fahren gemeinsam zurück zum Eingang des Reservates, wo ein Abendessen auf uns wartet. Auf der Speisekarte steht einfaches, aber sehr gutes Essen: Suppen, Kaffee, Kakao, Burritos und leckere Quesadillas. Gegen 18 Uhr fahren wir zurück nach Oaxaca und können uns am Zocalo oder im Hotel von den Erlebnissen des Tages erholen.
Hotel Casa Conzatti (***) o.ä.
8. Tag – OAXACA – PLAYA CANGREJO – TEHUANTEPEC (ca. 346 km):
Heute fahren wir zunächst an die Playa Cangrejo. Kilometerweit säumt dieser Pazifik-Strand die weit geschwungene Bucht. In dem kleinen Restaurant direkt am Meer - eine offene Las Palapas-Hütte - gibt es die besten Meeresfrüchte in ganz Oaxaca. Alternativ genießen Sie bei entsprechender Wetterlage ein erfrischendes Bad im Pazifik oder erholen sich bei einem Spaziergang im Sand. Anschließend Weiterfahrt nach Tehuantepec, eine geschäftige Kleinstadt am gleichnamigen Isthmus. Ihren Rundgang beginnen Sie im Casa de la Cultura (dem ehemaligen Kloster). Über die angrenzende Kathedrale erreichen Sie den Zócalo und den farbenfrohen Markt mit Produkten aus der ganzen Region - Kleider, Blumen, Mangos, Tamarinden und Nanches, aber auch Meeresfrüchte wie Shrimps vom nahen Pazifik.
Hotel Calli (**+) o.ä.
9. Tag – TEHUANTEPEC – SUMIDERO CANYON – SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS (ca. 393 km):
Zunächts geht es heute nach Chiapa de Corzo, wo eine Bootsfahrt durch den grandiosen Sumidero-Canyon auf dem Programm steht. Ihre Fahrt führt durch die tief eingeschnittene Schlucht des Río Grijalva. Im Angesicht der steilen, bis zu 1.000 m in die Höhe ragenden Wände werden wir an nordische Fjorde erinnert. Hohe Wasserfälle mit üppig überwuchernden Farnen und Moosen überraschen durch ihre Vielfalt. Tropische Vegetation und exotische Tiere wie Mini-Alligatoren, Tukane, Pelikane und Reiher leben im Sumidero-Nationalpark.
Anschließend Weiterfahrt nach San Cristóbal de las Casas. Auf einer Höhe von 2.783 m wartet in San Cristóbal de las Casas ein angenehmes Klima auf den Besucher. Seit 1844 trägt die Stadt zum Gedenken an den bedeutenden Pater Bartolomé de Las Casas ihren heutigen Namen. Vom Zócalo führt der Weg durch die Altstadt zur Kathedrale sowie dem schönsten Bauwerk San Cristóbals, der Kirche Iglesia del Convento Santo Domingo.
Hotel Ciudad Real (***+) o.ä.
10. Tag – SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS:
Heute erkunden Sie das Umland von San Cristóbal de las Casas auf einer Wanderung von Chamula nach Zinacantán. Über die Anhöhen bei Chamula und durch mehrere kleinere Waldstücke erreichen Sie das Tal von Zinacantán, das durch seine Kunsthandwerker und die dort lebenden Chiapas-Indianer bekannt ist. Die Region ist sehr fruchtbar, und der Weg führt Sie vorbei an Feldern mit Gewürzen, Zitrus-Pflanzen, Blumen und Kürbisgewächsen zum Zentrum der kleinen Ortschaft. Schließlich endet Ihre Wanderung im Zentrum von Zinacantán mit dem Besuch der mächtigen Kolonialkirche. Im Anschluss sind Sie Gast in der kleinen Weberei dreier Schwestern. Bei frisch zubereiteten Tortillas erfahren Sie mehr über das Leben in Zinacantán und die Webkunst der engagierten Unternehmerinnen.
Hotel Ciudad Real (***+) o.ä.
11. Tag – SAN CRISTÓBAL DE LAS CASAS – PALENQUE (ca. 198 km):
Die nächsten Tage unserer Reise stehen ganz im Zeichen der geheimnisvollen Maya. Bis heute ist die Herkunft dieses Volksstammes ungeklärt. Die Maya schufen eine frühe Hochkultur und erlebten ihre Blütezeit in den Jahren von 600 bis 900 n. Chr. Wir machen uns auf den Weg nach Palenque, der wohl schönsten Ruinenstadt der Maya. Beschauliche Dörfer säumen die Route, die durch die Berge Chiapas führt. Die hier lebenden Menschen bieten ihre Waren zum Verkauf an: Bunte, reich bestickte Blusen, Kürbisse, gewürzte Maiskolben, tropische Süßfrüchte, Kochbananen, von der Sonne getrocknete Kaffeebohnen und vieles mehr.
Unterwegs besuchen wir den Wasserfall von Misol-Ha, nur ca. 50 km südwestlich von Palenque gelegen. Über eine steile Felswand fällt das Wasser ca. 30 m in ein von dichtem Dschungel umstandenes Becken; in dem Pool darf man auf eigene Gefahr auch baden. Das Wasser des Río Santo Domingo fließt schließlich über ein Labyrinth großer Findlinge auf der Nordseite des Beckens ab. Die undurchdringliche Vegetation, das Spiel der Schatten durch die hohen Baumwipfel und die vielen unbekannten Geräusche des Dschungels machen den Besuch zu einem mystischen Erlebnis. Eine Kurzwanderung führt zum und hinter den Wasserfall – aber Vorsicht, wer sich in die Höhle hinter den Wasserfall wagt, wird nass; der feine Niesel durchnässt die Kleidung in Sekunden. Am Abend erreichen wir schließlich unser Hotel in Palenque.
Hotel Villas Kin-Ha (***+) o.ä.
12. Tag – PALENQUE (AUSFLUG BONAMPAK UND YAXCHILÁN, ca. 376 km):
Zunächst fahren wir zur Ruinenstätte von Bonampak, die über Jahrzehnte nur mit einem kleinen Flugzeug zu erreichen war, da sie mitten im Selva de Lacandona (Regenwald der Lakandonen) liegt. Die Lakandonen galten bis vor einiger Zeit als die einzigen von der Zivilisation unberührten Nachfahren der Maya. Sie tragen lange Haare und weiße Gewänder. Die etwas beschwerliche Anreise nach Bonampak lohnt sich allemal. Die in einem Tempel entdeckten Wandmalereien aus dem 8. Jh. waren eine archäologische Sensation. Die drei Räume des sog. „Tempels der Bilder“ sind vollständig bemalt. Sie zeigen Szenen aus der klassischen Maya-Periode und sind thematisch gegliedert.
Es geht weiter durch den Urwald nach Yaxchilán, das 40 km entfernt direkt an der Grenze zu Guatemala am Usumacinta-Fluss liegt. Erst nach einer einstündigen Bootsfahrt erreichen wir die Ruinenstätte, die vom Urwald überwuchert vom Fluss aus kaum zu sehen ist. Die "Stadt der grünen Steine", wie Yaxchilán auch genannt wird, gehört zu den faszinierendsten Maya-Stätten. Berühmt ist die Stadt wegen ihrer Stelen, Reliefs und Skulpturen. Das bedeutendste Gebäude ist der Palast des Königs mit seiner Hieroglyphentreppe, der allerdings auf einer schwer zu besteigenden Anhöhe liegt. Noch weiter aufwärts gelangt man zu einer weiteren Reihe von Bauten. Vom etwas abseits gelegenen höchsten Gebäude (Nr. 41) hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Anlage. Doch auch hier ist der Aufstieg beschwerlich. Am Abend kommen wir zurück in unser Hotel nach Palenque und können uns von diesem anstrengenden Tag erholen.
Hotel Villas Kin-Ha (***+) o.ä.
13. Tag – PALENQUE – CHICANNÁ (ca. 366 km):
Mit dem Besuch der Ruinen von Palenque erwartet Sie heute einer der Höhepunkte Ihrer Reise. Die Fahrt führt uns über Eichen bestandene Hügel in eine geheimnisvolle Landschaft. Schließlich wird der Dschungel immer dichter, und mitten im Urwald liegt die schönste Ruinenstadt Mexikos plötzlich vor uns. Obwohl bereits etwa 300 v. Chr. gegründet erreichte Palenque seine Blüte im 7. und 8. Jh. unserer Zeitrechnung. Alle heute noch zu sehenden Gebäude stammen aus dieser Periode. Wie alle anderen großen Maya-Städte wurde auch Palenque etwa um 800 n. Chr. aus ungeklärten Gründen verlassen. Am beeindruckendsten ist sicherlich der „Tempel der Inschriften“, der auf einer neunstufigen Pyramide aufsitzt. Eine archäologische Sensation war die Entdeckung des Grabes von König Pacal. 1949 fand Alberto Ruz L’Huiller eine drehbare Steinplatte, die den Zugang zu einer Krypta unter der Tempelplattform frei gab. 1952 wurde schließlich der 5 Tonnen schwere, mit einem Relief geschmückte Deckel von Pacals Sarkophag gehoben. Im Innern des Sarges befand sich das mit Jade geschmückte Skelett des Maya-Königs - der Beweis, dass auch eine Maya-Pyramide als Herrschergrab dienen konnte wie bei den Ägyptern. Beim Rundgang durch die Ruinenstätte werden Sie noch viel über die Lebensweise und Geheimnisse der Maya erfahren.
Weiterfahrt nach Becán, sicher eine der eindrücklichsten archäologischen Stätten der Halbinsel Yucatán. Als ein religiöses und politisches Zentrum bietet Becán viele interessante Gebäude und Pyramiden. Ein Großteil der Stadt ist von einem künstlichen Burggraben mit sieben Brücken umgeben - die zusätzliche Stadtmauer erreicht eine Höhe von bis zu 4 Metern. Das Ensemble gilt somit als das älteste architektonische Verteidigungssystem Mexikos.
Hotel EcoVillage (***) o.ä.
14. Tag – CHICANNÁ:
Auch heute besuchen wir eine spektakuläre alte Maya-Stätte: Calakmul. Sie liegt im gleichnamigen Bioreservat an der Grenze zu Guatemala und gehört damit bereits zum Petén, also dem eigentlichen Ursprungsland der Maya. Mit über 6.000 Gebäuden war Calakmul möglicherweise die größte Maya-Stadt überhaupt. Überwuchert vom Urwald haben die meisten Ruinen der archäologischen Stätte ihre Geheimnisse noch nicht preisgegeben. Wir werden eine oder mehrere der Pyramiden besteigen, um den herrlichen Rundblick über das mitten im Urwald gelegene Areal zu genießen. Brüllaffen, Tukane, Papageien und viele andere exotische Tiere bilden dabei eine unvergessliche Geräuschkulisse. Zwei Dinge zeichnen Calakmul ganz besonders aus: Zum einen die sieben in Stein gemeißelten Häftlinge, die sich in stolzer Haltung dem Besucher zeigen, zum anderen die wohl einmalige Anzahl an Stelen. Man zählt etwa 120 der leider teils stark erodierten Stelen mit Datierungen von 435 bis 810 n. Chr. Nachdem wir die Ruinenstadt ausführlich erwandert haben, kehren wir am Abend für eine zweite Übernachtung zurück nach Chicanná.
Hotel EcoVillage (***) o.ä.
15. Tag – CHICANNÁ – CAMPECHE (ca. 267 km):
Am Vormittag besuchen wir die Ausgrabungsstätte Edzná (Haus der Masken). Die Stadt lag einst an einer Haupthandelsroute der Maya zwischen Hochland und Küste. Die archäologische Stätte von Edzná umfasst etwa 6 qm und gilt heute als die bedeutendste architektonische Hinterlassenschaft der Maya im Südwesten von Yucatan. Das bemerkenswerteste Bauwerk ist das 30 m hohe "Gebäude der Fünf Stockwerke“, das schon von weitem zu sehen ist.
Am Nachmittag erreichen wir die Hafenstadt Campeche am Golf von Mexiko. Der Spanier Hernandez de Cordoba ging hier 1517 als erster Europäer an Land. Campeche entwickelte sich schnell zum wichtigsten Hafen in der Region und war daher immer wieder Ziel von Piratenüberfällen. Noch heute findet man viele unterirdische Gänge, in denen die Bewohner Schutz suchten. Ende des 17. Jh. begann man deshalb auch, den Ort mit einer 2,5m starken und bis zu 8m hohen Wehrmauer zu umgeben. Nach Zerstörungen durch einen Hurrikan im Jahr 1995 wurde der historische Stadtkern restauriert und schließlich zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Wir besichtigen die Kathedrale La Concepción, überqueren das Herz der Stadt - den kleinen Zocalo Parque Principal – und lassen uns vom Charme der Kolonialgebäude verzaubern.
Hotel Plaza Campeche (***+) o.ä.
16. Tag – CAMPECHE – UXMAL – MÉRIDA – VALLADOLID (ca. 415 km):
Erstes Ziel heute ist die Maya-Stätte, eine der schönsten Ruinenanlagen der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stätte, die zur spätklassischen Maya-Epoche zählt (etwa 600 - 950 n. Chr) beeindruckt den Besucher vor allem mit wunderschön verzierten Fassaden im sog. Puuc-Stil. Als Herrscher der Siedlung verehrten die Bewohner Chac, den Regengott der Maya, dessen Masken mit langen gekrümmten Nasen überall zu sehen sind. Wir sehen unter anderem die 35m hohe Pyramide des Wahrsagers, das prachtvolle „Viereck der Nornen“ und den imposanten Gouverneurspalast, der von vielen Archäologen als vollkommenstes Bauwerk des präkolumbianischen Amerika gesehen wird.
Anschließend fahren wir weiter nach Mérida. Die 1542 gegründete Siedlung ist heute die Hauptstadt der Halbinsel Yucatan und auch deren wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Reich wurde Mérida durch den Export von Sisal, weil auf dem Kalkboden in der Region die Agavenpflanze, aus der die Sisal-Fasern gewonnen werden, hervorragend gedeiht. Neben den prachtvollen Häusern der Sisal-Barone, die auch heute noch das Stadtbild prägen, sind vor allem die riesige Kathedrale, der Palacio Municipal und die Casa de Montejo - das Wohnhaus des Stadtgründers mit seinem figurengeschmückten Portal - sehenswert. Überall in Mérida ist noch der Einfluss aus der spanischen und französischen Kolonialzeit zu spüren. So dienten zum Beispiel die Champs-Elysees als Vorbild für den Boulevard Paseo de Montejo. Wir fahren noch ein Stück und erreichen am späten Abend unser Hotel in Valladolid nahe der berühmten Kultstätte von Chichen Itza.
Hotel El Méson del Marqués (***) oder Ecotel Quinta Regia (***) o.ä.
17. Tag – VALLADOLID (AUSFLUG CHICHÉN ITZÁ, ca. 88 km):
Und auch heute steht wieder ein Weltkulturerbe auf dem Programm: Chichén Itzá. Die größte Pyramidenanlage Yucatans bringt die Verschmelzung der Hochkulturen der Tolteken und Maya in ihrem ganzen Glanz zum Ausdruck. Nur ein Teil der vielen verschütteten und vom Urwald überwucherten Bauwerke sind bis heute freigelegt und restauriert. Das dominierende Gebäude der Anlage ist El Castillo, auch bekannt als Pyramide des Kukulkán. Die hervorragend restaurierte, 24 m hohe Pyramide besticht durch ihre Schlichtheit. Jede der vier Treppen symbolisiert eine Himmelsrichtung und die (zusammen mit der finalen Plattform) insgesamt 365 Stufen stehen für die Tage eines Jahres. An der Nordtreppe befindet sich ein Eingang zum inneren der Pyramide. Über eine schmale Treppe erreicht man eine Kammer, die zwei Statuen birgt. Beim weiteren Rundgang über die Anlage sehen wir außerdem den Kriegertempel, die Gruppe der 1000 Säulen, das Observatorium und die Venus-Plattform. Eine Besonderheit stellt noch der Heilige Cenote im Norden der Anlage dar. Dieses fast kreisrunde, natürliche Wasserloch im Kalksteinboden hat einen Durchmesser von ungefähr 60 m und ist bis zu 80 m tief - ein außergewöhnliches Naturphänomen. Senkrechte Wände, die mehr als 20 m über dem Wasserspiegel empor ragen, verhindern den Zugang. Vom 7. Jh. bis nach der Eroberung durch die Spanier war der Cenote Wallfahrts- und Opferstätte. In der Trockenzeit warf man wertvolle Gegenstände und sogar lebende Menschen in den Brunnen, als Opfer für den Regengott Chac.
Am Nachmittag verlassen wir Chichen Itza, um an einer weiteren nah gelegenen Cenote ein erfrischendes Bad zu nehmen oder einfach nur in der subtropischen Umgebung des Urwaldes zu entspannen.
Hotel El Mesón del Marqués (***) oder Ecotel Quinta Regia (***) o.ä.
18. Tag – VALLADOLID – TULUM – PLAYA DEL CARMEN (ca. 189 km):
Nach einer weiteren Übernachtung in Valladolid fahren wir schließlich Richtung Karibikküste zum „Ende des Regenbogens“. So nannten die Maya dieses herrliche Fleckchen Erde, eines der schönsten tropischen Paradiese ganz Amerikas. Unser letzter Ausflug geht nach Tulum, die einzige Maya-Stätte, die direkt am Meer erbaut wurde. Tulum bedeutet „Mauer“ oder „Festung“. Die Stadt wird auf der Landseite von einer Mauer umschlossen und thront auf 12 m hohen Felsklippen. Tulum mag im Vergleich zu anderen Maya-Stätten kaum Bedeutung haben, die einzigartige Lage macht es aber dennoch sehenswert. Das Zusammenspiel der Ruinen mit dem weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser ist einfach wunderschön. Ursprünglich hatte die Stadt eine Ausdehnung von vielen Kilometern, geblieben ist jedoch nur der Tempelbezirk mit dem Palast. Das auffälligste und größte Gebäude ist das Castillo, das sich am Felsrand hoch über dem Meer erhebt.
Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich den vergnügten Touristenort Playa del Carmen. Hier verbringen wir unsere letzte Nacht. Lassen Sie den Tag entweder entspannt an einem der weißen Strände ausklingen oder in geselliger Runde bei einer letzen Margarita.
Hotel Posada Sian Kaan (***) o.ä.
19. Tag – PLAYA DEL CARMEN – CANCUN – RÜCKFLUG:
Im Laufe des Tages Transfer (ca. 75 Minuten) zum Flughafen Cancun. Rückflug nach Deutschland (Umsteigeverbindung).
20. Tag – AN DEUTSCHLAND:
Ankunft in Deutschland.