Die Steubenparade wurde 1957 von einer kleinen Gruppe engagierter Deutsch-Amerikaner ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, einen Beitrag zu leisten zur Verbesserung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern, um die es nach zwei Weltkriegen nicht zum Besten bestellt war.
Zum Namensgeber der Parade wurde der preußische General Friedrich Wilhelm von Steuben gewählt, der als Organisator der Truppen George Washingtons die Voraussetzungen für den Sieg der Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg schuf.
Die Steubenparade ist allerdings kein militärisches Ereignis, sondern eher mit einem Trachtenumzug zu vergleichen. Beteiligt an der Parade ist eine Vielzahl deutsch-amerikanischer Vereinigungen aus New York und Umgebung: Sprachschulen, Liederkränze, Sportvereine, Trachten- und Volkstanzgruppen, Musikkapellen, dazu Festwagen deutscher Unternehmen wie Lufthansa, Automobilfabriken und Brauereien. Hinzu kommen Besuchergruppen aus allen deutschen Ländern, die ihre Trachten, Tänze und Musik präsentieren. Bis zu 50 Musikkapellen wurden schon in der Parade gezählt.
Am Vorabend der Parade findet ein festliches Parade-Dinner statt mit Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft: Minister, Ministerpräsidenten, Showstars und bekannten Wirtschaftsmanagern.
Der Steubentag beginnt mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der St. Patrick's Kathedrale, der durch die Mitwirkung von Chören und Kapellen stets besonders festlich gestaltet wird.
Ab 12.00 Uhr mittags zieht dann die Parade von der 67. bis zur 86. Straße über die 5th Avenue am Central Park und den dort aufgebauten Tribünen entlang.
Nach der Parade wird in einem großen Festzelt im Central Park mit Bier und Blasmusik noch kräftig gefeiert, am folgenden Tag auch noch in einigen deutsch-amerikanischen Vereinshäusern und Lokalen in Manhattan und in der Umgebung von New York.